Ein Klimpern
mit den Wimpern,
ein putzig, süßer Blick
und wie
die Wimpern klimpern,
durchschaut
niemand den Trick.
Geschmiedet
längst der Plan,
zu mühevoll die Last.
Ein
wahrlich sterbend Schwan,
der Fleiß ist nur zu Gast.
Denn niemand
leidet mehr
als dieses
arme Weib.
Und nichts
martert so sehr,
wie dieser
junge Leib.
Die Arbeit
viel zu schwer,
der Tag ihr
viel zu lang.
Der Chef
ist niemals fair
und immer
ist ihr bang.
In
lieblich Zungen spricht
sie zu
ihren Kollegen,
wie sehr
die Pein sie sticht,
sie kann
sich kaum bewegen.
Drum
bleibt kollateral,
was ihretwegen
leidet.
Die einzig
wahre Qual
ist die,
die sie vermeidet.
Nun geht
sie ihre Wege,
ich hoffe
auf ihr Glück.
Doch
wünsch' ich als Kollege
sie
niemals mir zurück.
Die gelben
Scheine fliegen
am Irgendwo vorbei
und wo sie
fortan liegen,
bleibt mir
ganz einerlei.
© Nicole Schönfeld 2024