Aus Tiefen empor,
hoch zum Seelentor,
da ruft es und klagt,
was nie laut gesagt.
Und noch weiter vor,
hinauf bis zum Ohr,
erklingen mir Sätze,
verborgene Schätze
ermahnen, bevor
ich mich einst verlor,
da lauschte ich ihr,
der Stimme in mir.
An den Zielen meiner Reise
durfte ich das Ganze sehen.
Konnte jeden Schmerz, der leise
wehtat, endlich ganz verstehen.
Von den Linien meines Lebens
schneid’ ich nie mehr etwas ab.
Keine Rast war je vergebens,
kein Verharren je zu knapp.
In die Tiefen meiner Träume
hauche ich Bedeutung ein.
Öffne nie geteilte Räume,
um im ihnen ganz zu sein.
Meine Reisen, Linien, Tiefen
mündeten, entsprangen hier,
von wo aus sie sich verliefen
weit hinaus, zurück zu mir.
©
Nicole Schönfeld 2025
Ich baue
einen Steg
in alle
meine Tiefen
und suche
einen Weg,
in ihnen
zu zerfließen.
Ich folge
dieser Reise
und lausche
ganz gebannt
der Stimme
in mir weise,
die ich so
lang verkannt.
Umdrehe
jeden Stein,
betrachte
jedes Bild.
Entweihe
allen Schein,
erstürme
jedes Schild.
Erkunde
alles Land,
entsperre
jeden Riegel.
Durchbreche
jede Wand,
zerschlage
alle Ziegel,
bis ich in
mir gefunden,
wonach es mich
verzehrt -
Mein Sein
mit ihr verbunden,
die Welt
sich mir erklärt.
Das ist
mir der Regen
an
düsteren Tagen,
Verständnis
und Segen,
wenn Tränen versagen.
Das ist
mir die Nacht
in lauten
Zeiten.
So stille
Andacht,
so endlose
Weiten.
Das ist
mir der Wind
wenn alles
stagniert,
mein
inneres Kind
sich selbst
nicht verliert.
So möge es
regnen,
und möge
es Wind sein
und lasset
uns segnen
die Nacht
und den Mondschein.
Lasst
Tränen fließen,
lasst Stille
walten,
die Augen
uns schließen
und uns
entfalten!