Freitag, 22. November 2024

Unsere Männer

 

Unsere Männer lassen wir
nicht an euren Fronten sterben,
nicht für eure kranke Gier
dort verrotten und verderben!


Offen und ganz unverhohlen
schmiedet ihr am Untergang.
Habt der Welt den Tod befohlen,
nährt euren Zerstörungsdrang.


Niemals lassen wir sie ziehen
in den Abgrund eurer Sünden,
euren Scheindemokratien,
die euch jeden Krieg begründen.


Tosend werden wir uns wehren,
wagt es nicht, sie anzurühren!
Spart euch eure falschen Lehren,
siegen heißt zugleich verlieren.


Ganz egal, wie euch geheißen,
beißend, keifend werden wir
sie aus euren Krallen reißen.
Unsere Männer bleiben hier!


© Nicole Schönfeld 2024


Freitag, 15. November 2024

Stoizismus

 

Dezente Schleier
zieh’n sich fest
über Lebenslagen.
Die alte Leier
hinterlässt
nunmehr keine Fragen.


Mich jagt nichts mehr,
Resignation
tief unter meiner Haut.
Nichts ist sehr,
alles schon
fest gezurrt verstaut.


Nichts empört,
darf entfliehen,
was die Welt vergisst.
Ungestört,
längst verziehen,
ist es, wie es ist.


© Nicole Schönfeld 2024

Inspiriert von: Ultravox - Vienna


Freitag, 1. November 2024

Sekkatur

 

Sie ist dir immer auf den Fersen.
Sie findet dich mit aller List.
Sie scheint in allen Multiversen
dort zu sein, wo du auch bist.


Die Richtung, die ist ganz egal.
Ob links, ob rechts, ob geradeaus,
sie findet dich ein jedes Mal.
Sie lauert dort vor deinem Haus.


Und immerzu blickst du dich um,
erwartest sie mit jedem Schritt.
Steht sie vor dir, bleibst du stumm,
machst das jahrelang schon mit.


Du fühlst dich ständig ausgebrannt,
sobald die Tür ins Schlosse fällt,
wünschst dir sehnlichst eine Wand
zwischen dir und ihrer Welt.


Doch musst du sie wohl tolerieren,
ist die Sekkatur auch echt.
Sie geht doch einfach nur spazieren,
das ist nun mal ihr gutes Recht.


© Nicole Schönfeld 2024


Bilder

 

Zum Gedicht "Bilder"

© Nicole Schönfeld 2024