Ich war
nie gebrochen,
was immer
ihr denkt.
Hab mir
nur die Knochen
im Leichtsinn
verrenkt.
Und all die
Blessuren,
die ich täglich
pflege,
sind nichts
als die Spuren
erkundeter
Wege.
Doch ließ mein
Erkunden
mir stets
eine Wahl.
So sind
meine Wunden
mir auch
keine Qual.
Die Schmerzen
des Lebens,
wenn wir
sie denn tragen,
sind niemals
vergebens,
solang wir
uns wagen.
© Nicole Schönfeld 2023
Dort auf
dem Parkett
in schönstem
Kleid
steht sie
ganz adrett
zum Tanze
bereit.
Schon tritt er hervor,
nur ein
kleines Stück.
Hebt sie
hoch empor
und schreitet
zurück.
Sie dreht
sich herum,
verliert
ihren Halt.
Blickt
hastig sich um,
sucht
seine Gestalt.
Mit
schnellen Schritten,
die er
bald bereut,
wird er
sie nun bitten
zum Tanze
erneut.
Und auf
ihren Wegen,
da tänzeln
die beiden
der
Hoffnung entgegen,
im Tanz
nicht zu leiden.
Ja, so
tanzen die zwei
noch als
alte Greise
dicht am andern vorbei
in endlosem Kreise.
© Nicole Schönfeld 2023
Da bist du ja wieder,
kenn dich nur zu gut.
Schon ringst du mich nieder
und raubst mir den Mut.
Lang hast du geschlafen,
doch warst niemals weg.
Kommst um mich zu strafen
- Dein einziger Zweck.
Mit dir bin ich einsam
in dunkelsten Tiefen,
durch die wir gemeinsam
schon so häufig liefen.
Mein Weg sieht es vor,
nicht traurig zu sein,
so ich mir einst schwor,
ich wahre den Schein.
Drum schütt’ ich dich zu
mit all meinen Decken
und komm dort zur Ruh,
um dich zu verstecken.
Dann werde ich lachen,
um nur nicht zu weinen.
Dich stets gut bewachen
und glücklich erscheinen.
© Nicole Schönfeld 2023
Umhüllt von Liebe, inniglich.
Wie ginge es auch ohne?
Ganz tief in ihr vergehe ich,
bis ich fast in ihr wohne.
Ich wate in ihr, sinke ein
und sie liebt mich zurück.
Das Größte ist, in ihr zu sein.
Oh schönstes Himmelsglück.
In ihr bin ich nun ganz zu Haus,
dort öffnet sich ein Spalt.
Aus ihm fließt alle Liebe aus,
so ist die Liebe halt.
Begleiter ist sie nur auf Zeit,
so lässt sie mich allein.
Die ewige Vollkommenheit
wird sie stets für mich sein.
© Nicole Schönfeld 2023